Planungssicherheit für Erdwärme- und Grundwasserprojekte

Gutachten & Tests

Die fachgerechte Planung von Erdwärme-Tiefenbohrungen und Grundwasserwärmepumpenanlagen erfordert fundierte hydrogeologische Kenntnisse, belastbare Messwerte und eine rechtskonforme Projektierung.

Unsere Leistungen im Bereich Gutachten & Tests

BOHRFUCHS unterstützt Bauherren, Planer und öffentliche Auftraggeber mit hydrogeologischen Gutachten, Thermal Response Tests (TRT), Pumpversuchen sowie numerischen Modellierungen – von der Standortanalyse bis zur behördlichen Bewilligung.

  • Hydrogeologische Gutachten
  • Einreichprojekte für wasserrechtliche Bewilligungen
  • Thermal Response Tests
  • Simulationsberechnungen von Erdsonden
  • Grundwassermodellierungen
  • Pumpversuche
  • Fachliche Begleitung im Behördenverfahren

Hydrogeologisches Gutachten für Erdwärme-Tiefenbohrungen


Standortabhängig kann in Österreich für die Errichtung von Anlagen zur Gewinnung von Erdwärme mittels Tiefensonden eine wasserrechtliche Bewilligung erforderlich sein. BOHRFUCHS erstellt fachkundig ausgearbeitete Einreichprojekte, die neben der technischen Beschreibung der Wärmepumpenanlage auch eine detaillierte hydrogeologische Beurteilung enthalten.

Dabei wird der Untergrund bis zur Endtiefe der Erdwärmesonden von bis zu 300 Metern beschrieben. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Vorkommen und Verhalten von Grundwässern. Ziel ist es, sicherzustellen, dass durch Errichtung und Betrieb der Anlage keine nachteiligen Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt entstehen und benachbarte Brunnen nicht beeinträchtigt werden.

Zusätzlich werden die Bodenschichten hinsichtlich ihrer thermischen Ergiebigkeit beurteilt. Unterschiedliche Gesteine weisen verschiedene Wärmeleitfähigkeiten auf, was direkten Einfluss auf Anzahl und Tiefe der Erdwärmesonden hat. Auf Basis dieser Prognose kann die Anlage technisch und wirtschaftlich optimiert geplant werden.

Bei größeren Projekten wird ergänzend eine Erkundungsbohrung durchgeführt, in die bereits eine nutzbare Sonde eingebaut und ein Thermal Response Test durchgeführt wird.

Thermal Response Test (TRT)


Der Thermal Response Test dient der Feststellung der thermischen Eigenschaften des Untergrundes und des Wirkungsgrades einer Erdwärme-Tiefenbohrung. Gerade bei größeren und komplexen Anlagen reichen Erfahrungswerte zur Dimensionierung nicht aus.


Während des Tests wird über einen definierten Zeitraum eine bestimmte Wärmemenge über die Sonde in das umgebende Gestein eingebracht. Die Temperaturantwort wird gemessen und ausgewertet. Daraus lassen sich:


  • gesteinsspezifische Wärmeleitfähigkeit
  • Bohrlochwiderstand
  • Untergrundtemperatur


präzise bestimmen.


Die gewonnenen Messwerte fließen in die weitere Simulationsberechnung von Sondenfeldern ein. BOHRFUCHS bietet Durchführung, Auswertung und Weiterverarbeitung der Daten aus einer Hand.

Beispielberechnungen aus einem Thermal Response Testberich

Simulationsberechnung von Erdwärmesonden


Zur Sicherstellung der langfristigen Betriebssicherheit kann der Anlagenbetrieb über mehrere Jahrzehnte numerisch simuliert werden. Dabei wird überprüft, ob die Temperatur des Wärmeträgermediums im langjährigen Betrieb:

  • einen Mindestwert im Heizfall nicht unterschreitet
  • einen Maximalwert im Kühlfall nicht überschreitet


Diese Grenzwerte werden von der Wasserrechtsbehörde vorgegeben.

Eine Unterkühlung mit häufigen Frost-Tau-Wechseln kann die Sondenverpressung schädigen. Ebenso kann eine unzulässige Erwärmung im Kühlbetrieb zur Austrocknung des Untergrundes führen. Deshalb ist eine exakte Abstimmung von Wärmepumpenleistung, Anzahl und Tiefe der Erdsonden erforderlich.


Berücksichtigt werden dabei:

  • hydrogeologische Prognosen
  • TRT-Messwerte
  • Sondenabstände
  • Wechselspiel zwischen Heiz- und Kühlbetrieb
Ein Liniendiagramm, das den Verlauf der Flüssigkeitstemperatur als glockenförmige Kurve zeigt
Bohrfuchs

Beratung zu Gutachten & Tests

Sie planen eine Erdwärmeanlage oder ein Grundwasserprojekt und benötigen fachliche Unterstützung im Bewilligungsverfahren? BOHRFUCHS begleitet Sie von der Standortanalyse über Messungen und Modellierungen bis zur rechtskonformen Umsetzung.

Grundwasserwärmepumpe & Modellierung


In Gebieten mit ergiebigen Grundwasservorkommen kann die thermische Nutzung über eine Grundwasserwärmepumpe erfolgen. Das Grundwasser wird über einen Entnahmebrunnen gefördert, energetisch genutzt und über einen Schluckbrunnen wieder zurückgeführt.


Diese Anlagen unterliegen immer einer wasserrechtlichen Bewilligungspflicht. Das hydrogeologische Gutachten beschreibt:


  • Durchlässigkeit
  • Mächtigkeit
  • Temperatur
  • Strömungsrichtung des Grundwasserleiters


Zur Darstellung der Auswirkungen auf Nachbarbrunnen und öffentliche Interessen werden hydraulische und thermische Effekte berechnet. Die Ausbreitung der sogenannten Kältefahne wird analytisch oder numerisch modelliert.

Beispielberechnungen Grundwasserströmungsfelder

Pumpversuch


Ein Pumpversuch dient der normgerechten Feststellung der Leistungsfähigkeit eines Brunnens. Bei definierter Fördermenge wird die Absenkung des Wasserspiegels beobachtet, bis ein stationärer Zustand erreicht ist. Mehrstufige Pumpversuche liefern wichtige Erkenntnisse über die Eigenschaften des Grundwasserleiters.


Die Ergebnisse sind Grundlage für:


  • Brunnenplanung
  • Modellierung
  • analytische Berechnungsverfahren


Als Brunnenbaufachbetrieb bietet BOHRFUCHS die normgerechte Durchführung und Auswertung von Pumpversuchen an.

Ein schwarzer Kreis mit einem weißen kleinen „i“, der ein Informationssymbol darstellt.

Rechtssicherheit & Behördenverfahren

Alle Gutachten und Tests dienen nicht nur der technischen Optimierung, sondern auch der rechtssicheren Umsetzung. Die Übereinstimmung mit wasserwirtschaftlichen Vorgaben wird dokumentiert und im Bewilligungsverfahren transparent dargestellt. Bei größeren Anlagen wird eine numerische Modellierung von der Wasserrechtsbehörde häufig als notwendig angesehen.